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Und hier in Grossaufnahme:
Interessante Technologien von Trockeneisstrahlen über Automation bis zu PC & Internet
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(pressebox) München, 24.01.2007 - «"Micro -Jet" heißt die neue Trockeneisstrahlanlage der DRYICE SOLUTIONS GmbH aus Taufkirchen bei München, die den Reinigungsmarkt revolutioniert. Die preisgünstige Anlage ist kaum größer und schwerer als ein Getränkekasten und aufgrund durchdachter Ergonomie handlich und mobil.»
Da mussten wir doch gleich mal die technischen Daten mit dem beliebten PolarJet vergleichen:
Micro-Jet
Gewicht: 53 kg
Abmessungen:365 x 575 x 1000 mm
Trockeneis-Verbrauch min.: 30 kg/h
Druckluftverbrauch min.: 1 m3/min; 6 bar
PolarJet
Gewicht: 35 kg
Abmessungen: 360 x 500 x 850 mm
Trockeneis-Verbrauch min.: 5 kg / h
Druckluftverbrauch min.: 0,5 m3/min; 5 bar
Der PolarJet ist also doch noch einiges kleiner und handlicher. Die wichtigsten Kriterien sind aber Trockeneis- und Druckluftverbrauch. Auch dort liegt das schweizerische Produkt klar vorne.
Weiter heisst es bei pressebox:
«Die Anforderungen an die Druckluftversorgung konnten erheblich gesenkt werden. Auch der Verbrauch des Strahlmittels konnte fast um die Hälfte gesenkt werden. Ein Vorteil für die Mitarbeiter - die Anlage arbeitet äußerst geräuscharm.
Eine weitere Innovation stellt der von DRYICE SOLUTIONS entwickelte, sogenannte "Scrambler" dar. Der Scrambler ist als Zusatz für die Trockeneisstrahlanlagen erhältlich und zermahlt die Trockeneispellets in Trockeneispulver. Besonders für die Reinigung empfindlicher Oberflächen, feiner Strukturen oder Hinterschneidungen ist der Einsatz des Scramblers empfehlenswert.
Das Trockeneisstrahlen ist ein umweltfreundliches und effektives Verfahren zur Reinigung von Oberflächen. Reiskorngroße, sogenannte Pellets aus Trockeneis mit Druckluft werden bis zu Schallgeschwindigkeit, auf die zu reinigende Oberfläche gestrahlt. Durch die schlagartige Abkühlung versprödet die abzutragende Schmutzschicht, löst sich vom Untergrund und wird dann von den nachfolgenden Pellets vollständig abgetragen. Die Grundoberfläche wird dabei nicht beschädigt. Beim Aufprall auf die zu reinigende Oberfläche sublimieren die -79 Grad Celsius kalten Pellets - zurück bleibt nur der gelöste Schmutz - die kosten- und zeitaufwendige Aufarbeitung oder Entsorgung der verschmutzten Reinigungsflotte entfällt.
Grundsätzlich lassen sich mit dem Verfahren fast alle Anhaftungen oder Verschmutzungen, wie zum Beispiel Leime, Fette, Öle, Korrosionsschichten, Wachs Verkrustungen, Farben oder Trennmittel entfernen. Zu den klassischen Anwendungsgebieten gehört die Reinigung von Maschinen, Produktionsanlagen, Gussformen und Werkzeugen. Aber auch elektronische Bauteile können problemlos gereinigt werden, da Trockeneis nicht leitend ist.»
Ebene Flächen wie Fenster oder die Arbeitsplatten in der Küche zu putzen, ist eine Sache – etwas ganz anderes ist es jedoch verwinkelte Ecken oder das Innere von Flaschen oder Geräten zu reinigen. Vor diesem Problem stehen auch Industrietechniker. Wollen sie etwa Motoren oder Hydraulikkomponenten beschichten oder dreidimensionale Teile zusammenkleben, müssen sie auch die verwinkeltste Ecke von Schmutzpartikeln befreien, damit der Lack oder der Klebstoff haftet. Forscher des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnik und Automatisierung IPA haben eine CO2-Reinigungslanze entwickelt, die den Schmutz trocken und umweltschonend aus schwer zugänglichen Baugruppen wie Rohrleitungen oder Motoren herausholt. »Der CO2-Schnee wird beschleunigt und kann über eine verstellbare Düse jetzt auch in einem großen Winkel auf die Innenflächen gelenkt werden, wo er anhaftende Verunreinigungen abträgt«, erklärt Ralf Grimme, Projektleiter am Fraunhofer IPA. »Bei der Düse handelt es sich um eine schwenkbare und trotzdem druckdichte Austrittsdüse am Ende einer schlanken Lanze. Aktuell wird die Lanze für die Innenreinigung von Vakuumhohlräumen am Deutschen Elektronen-Synchrotron DESY in Hamburg erprobt. Auf der Messe parts2clean wird die CO2-Reinigungslanze erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Lanze basiert auf dem CO2-Strahlen, einer Technologie, die sich für das Reinigen ebener Flächen in der industriellen Fertigung bereits etabliert hat. Der Vorteil des Verfahrens: Das recht weiche CO2 hinterlässt beim Reinigen weder Rückstände noch beschädigt es die mitunter empfindlichen Oberflächen. Die Anwendungs-Möglichkeiten sind aber bei weitem noch nicht ausgeschöpft: »Viel versprechend ist vor allem der Einsatz in der Neufertigung statt wie bisher nur in der Wartung und Instandhaltung«, sagt Mark Krieg, Abteilungsleiter am Fraunhofer-Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik IPK. Ein Beispiel dafür zeigen die Forscher auf der parts2clean: die automatisierte und großflächige Vorbehandlung von Oberflächen vor dem Lackieren. Weiterhin sind Exponate zum Thema Sauberkeitsanalytik zu sehen. Denn meist werden Bauteile nach dem Reinigen weiter bearbeitet, etwa geklebt oder beschichtet. Damit das funktioniert, darf kein Schmutz mehr an ihnen haften. Die Sauberkeit der Bauteile messen die Experten über einen kleinen Umweg: Sie analysieren die Spüllösung nach dem Reinigen auf Schmutzbestandteile. Dazu stellen Fraunhofer-Wissenschaftler zwei neue Systeme vor: »LISA« (Liquid Sample Analyser) detektiert auf optischem Wege, d. h. durch den Schattenwurf einzelner Schmutzpartikel auf ein lichtempfindliches Sensorelement, Verunreinigungen direkt in der zu analysierenden Flüssigkeit. Erfasst werden dabei Partikel mit einer Größe von wenigen Mikrometern bis hin zu einigen Millimetern. Das zweite System, der Sensor »PuriCheck« filtert Schmutzpartikel über ein Analysesieb aus dem Flüssigkeitsstrom heraus. Eine CCD-Kamera, die in die Messkammer integriert ist und eine nachgeschaltete Bildverarbeitung zählen und vermessen die Schmutzpartikel. »Beide Systeme sind geeignet, um direkt in Wasch- und Spülmedien Partikel zu zählen und so schnell Informationen über den Restschmutz von Bauteilen zu liefern«, erläutert Grimme. Unter dem Titel »Technische Sauberkeit – aber wie?« am 7.11. und dem Titel »Neue Technologien« am 9.11. präsentieren und diskutieren Experten der Fraunhofer-Allianz in einem Fachforum aktuelle technische Erkenntnisse, neue Aspekte der Forschung und Entwicklung sowie Trends der Teilereinigungs- und Teiletrocknungstechnologie.